Die Spina bifida ist eine angeborene Verschlussstörung der Wirbelsäule mit begleitender neurologischer Ausfallsymptomatik. Die Betreuung dieser Patienten wird in einer gemeinsamen Sprechstunde mit dem SPZ der Klinik für Kinder und Jugendliche der FAU Erlangen-Nürnberg durchgeführt, in der auch die neuropädiatrische, neurochirurgische, urologische Betreuung koordiniert wird.
An konservativen Maßnahmen werden hier Versorgungen mit Orthesen und Gehapparaten bei höherem Lähmungsniveau durchgeführt. Die Hilfsmittelversorgung der Kinder erfolgt individuell und weitgehend nach dem Ferrari-Prinzip.
Trotz konsequenter Therapie kann es bei den Kindern zu sekundären strukturellen Deformitäten im Bereich der Wirbelsäule (sog. „collapsing spine“), der Hüften und der unteren Extremitäten kommen. Die dann notwendigen operativen Maßnahmen an Wirbelsäule, Hüft-, Kniegelenk- und Füßen werden ebenfalls vorgehalten.
PD Dr. med. J. Forst
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